Google Ads Kosten: Was ein Klick kostet und welchen dein Shop tragen kann

Google Ads Kosten entstehen pro Klick: Du zahlst nur, wenn jemand auf deine Anzeige klickt, und legst das Budget selbst fest. Laut WordStream-Benchmarks 2026 kostet ein Klick in der Suche im Schnitt 5,42 US-Dollar, im Bereich Fashion 4,44 US-Dollar. Welcher Klickpreis sich für deinen Shop rechnet, zeigt eine einfache Formel: Deckungsbeitrag pro Bestellung × Conversion-Rate.

Geldbörse, Tischuhr und Blatt mit Balkendiagramm als Symbol für Werbebudget und Kosten

Woraus sich die Kosten zusammensetzen

Die Rechnung von Google zeigt nur einen Teil deiner Ausgaben. Für eine ehrliche Planung zählst du drei Posten zusammen:

Gesamtkosten = Klickkosten + Betreuung + Tools und ProduktionKlickkosten gehen an Google. Betreuung ist Agentur oder eigenes Team. Tools und Produktion sind Feed-Software, Tracking, Bilder und Videos.

Die Klickkosten steuerst du über Gebote und Budget. Die beiden anderen Posten fallen an, egal wie viel du bei Google ausgibst. Bei kleinen Budgets machen sie deshalb einen großen Anteil aus.

Was ein Klick kostet: Auktion und Anzeigenrang

Bei jeder Suche startet Google eine Auktion. Du gibst ein maximales Gebot pro Klick ab, den max. CPC. Der Betrag, den du am Ende zahlst, heißt tatsächlicher CPC. Laut Google-Ads-Hilfe zahlst du nur so viel, wie du brauchst, um den Anzeigenrang der Anzeige direkt unter dir zu übertreffen. Oft liegt der Preis deshalb deutlich unter deinem Gebot.

Den Anzeigenrang berechnet Google aus mehreren Faktoren:

  • dein Gebot
  • die Qualität von Anzeige und Landingpage
  • die Mindestschwellen für den Anzeigenrang
  • der Wettbewerb in dieser Auktion
  • der Kontext der Suche, etwa Standort, Gerät und Uhrzeit
  • die erwartete Wirkung von Assets wie Sitelinks

Viele Ratgeber schreiben noch, der Anzeigenrang sei Gebot mal Qualitätsfaktor. Google stellt klar: Der Qualitätsfaktor von 1 bis 10 ist ein Diagnosewert und fließt nicht in die Auktion ein. Er zeigt dir, wo Klickrate, Anzeigenrelevanz oder Landingpage schwächeln. Verbesserst du diese drei Punkte, steigt die Qualität in der Auktion, und du bekommst dieselbe Position zu einem niedrigeren Preis.

Klickpreise nach Branche

Die WordStream- und LocaliQ-Benchmarks 2026 werten über 13.000 Suchkampagnen in Google Ads und Microsoft Ads aus, Laufzeit April 2025 bis März 2026. Die Daten stammen aus den USA und sind in US-Dollar angegeben. Als Conversion zählt dort jede gemessene Aktion, auch Anfragen und Anmeldungen.

BrancheØ KlickpreisØ Conversion-RateØ Kosten pro Conversion
Alle Branchen5,42 $8,18 %66,69 $
Fashion und Schmuck4,44 $4,50 %97,51 $
Shopping, Sammlerstücke, Geschenke4,14 $4,01 %49,40 $
Beauty und Körperpflege4,62 $10,35 %39,25 $
Gesundheit und Fitness6,17 $6,94 %67,36 $
Möbel3,97 $2,99 %106,70 $
Haus und Heimwerken8,33 $8,05 %90,92 $

WordStream mittelt jede Spalte für sich. Teilst du den Klickpreis durch die Conversion-Rate, kommst du deshalb nicht genau auf die Kosten pro Conversion der Tabelle.

Für einen Shop in Deutschland taugen diese Werte als Orientierung für die Größenordnung. Deinen echten Klickpreis zeigt dir der Keyword-Planer in Google Ads oder, besser, die ersten zwei Wochen Daten aus deinem eigenen Konto.

Welchen Klickpreis dein Shop tragen kann

Ein Branchenschnitt sagt dir nicht, ob ein Klick für dich teuer ist. Das entscheidet dein Deckungsbeitrag. Mit dieser Formel rechnest du den Klickpreis aus, bei dem Werbung gerade kein Geld mehr verliert:

Max. CPC = Warenkorb netto × (1 − Retourenquote) × Deckungsbeitragsquote × Conversion-RateWarenkorb netto = Warenkorb brutto ÷ 1,19. Deckungsbeitrag = Netto-Umsatz minus Ware, Versand, Payment und Retourenkosten.

Ein Beispiel: Dein durchschnittlicher Warenkorb liegt bei 119 € brutto, 20 % der Ware kommt zurück, dein Deckungsbeitrag beträgt 40 % und 2,5 % der Besucher aus Google kaufen.

  1. Ohne MwSt. bleiben von 119 € noch 100 €.
  2. Nach 20 % Retouren behältst du 80 € Umsatz pro Bestellung.
  3. 40 % davon sind 32 € Deckungsbeitrag pro Bestellung.
  4. Bei 2,5 % Conversion-Rate brauchst du 40 Klicks für eine Bestellung. 32 € ÷ 40 Klicks = 0,80 € pro Klick.

Zahlst du mehr als 0,80 €, kostet dich jede Bestellung aus Google Geld. Die Tabelle zeigt den Break-even-Klickpreis für andere Warenkörbe und Conversion-Rates, mit denselben Annahmen (19 % MwSt., 20 % Retouren, 40 % Deckungsbeitrag):

Warenkorb bruttoDeckungsbeitrag pro Bestellungbei 1 % CRbei 2,5 % CRbei 4 % CR
60 €16,13 €0,16 €0,40 €0,65 €
119 €32,00 €0,32 €0,80 €1,28 €
200 €53,78 €0,54 €1,34 €2,15 €

Ein Shop mit 60 € Warenkorb und 1 % Conversion-Rate kann sich nur 0,16 € pro Klick leisten. Ein Shop mit 200 € Warenkorb und 4 % trägt 2,15 €. Beide können mit Google Ads Geld verdienen. Der erste Shop muss dafür auf günstige Suchen mit hoher Kaufabsicht ausweichen.

Dieselbe Logik steckt im Break-even-ROAS. Wenn du lieber mit Umsatz und Werbekosten rechnest, kannst du deinen ROAS berechnen und siehst sofort, ob eine Kampagne über der Grenze liegt.

Budget planen: Tagesbudget und Monatslimit

In Google Ads stellst du ein durchschnittliches Tagesbudget pro Kampagne ein. Laut Google-Ads-Hilfe gelten zwei Regeln:

  • An einem einzelnen Tag darf Google bis zum Doppelten deines Tagesbudgets ausgeben, wenn viel gesucht wird.
  • Im Monat zahlst du höchstens das 30,4-Fache deines Tagesbudgets.

Dein Budget rechnest du am besten von der Zahl der Bestellungen zurück, die du über Google willst:

Monatsbudget = Zielbestellungen ÷ Conversion-Rate × erwarteter KlickpreisTagesbudget = Monatsbudget ÷ 30,4

Im Beispiel von oben willst du 300 Bestellungen im Monat. Bei 2,5 % Conversion-Rate brauchst du 12.000 Klicks. Kostet ein Klick 0,76 €, ergibt das 9.120 € Monatsbudget und ein Tagesbudget von 300 €. Die 300 Bestellungen bringen 9.600 € Deckungsbeitrag, nach Werbekosten bleiben 480 € übrig. Der Klickpreis liegt 4 Cent unter der Grenze von 0,80 €, der Puffer ist also dünn.

Plane neue Kampagnen so, dass sie in den ersten Wochen genug Klicks für eine Aussage sammeln. Ein Budget, das nur für eine Handvoll Klicks am Tag reicht, zeigt dir auch nach einem Monat nicht, ob die Kampagne funktioniert.

Was eine Agentur kostet: die gängigen Modelle

Agenturen rechnen die Betreuung unterschiedlich ab. Der Handelsblatt-Ratgeber vom Dezember 2025 nennt diese Spannen für monatliche Pauschalen und einmalige Setup-Gebühren:

UnternehmensgrößeMonatliche PauschaleSetup einmalig
Kleine Unternehmen250 bis 600 €300 bis 1.000 €
Mittelstand800 bis 1.800 €1.000 bis 3.000 €
Enterprise und skalierte Konten2.000 bis 6.000 € und mehr3.000 bis 10.000 € und mehr

Daneben gibt es drei weitere Modelle. Beim Anteil am Werbebudget steigt das Honorar mit deinen Ausgaben bei Google. Das belohnt die Agentur für mehr Spend, auch wenn der Gewinn nicht mitwächst. Beim erfolgsabhängigen Modell hängt die Vergütung an Umsatz oder Bestellungen. Stundensätze nutzen Agenturen meist für einmalige Audits oder Projekte.

Frag bei jedem Modell, woran die Agentur ihren Erfolg misst. Umsatz im Werbekonto und Umsatz im Shop weichen oft stark voneinander ab. Wir nennen keine Preisliste: Als Google Ads Agentur machen wir dir nach dem Erstgespräch ein festes Angebot und messen das Ergebnis in deinem Shop-Backend, abzüglich Retouren.

Google Ads Kosten senken, ohne Umsatz zu verlieren

In den meisten Konten versickert Budget an denselben Stellen. Diese vier Punkte prüfst du zuerst:

  1. Brand-Suchen trennen. Wer nach deinem Markennamen sucht, kauft oft auch ohne Anzeige. Läuft Brand-Traffic mit Neukunden-Kampagnen zusammen, schönt er den ROAS und verdeckt teure Klicks.
  2. Suchbegriffe ausschließen. Im Suchbegriffsbericht siehst du, bei welchen Anfragen deine Anzeigen erschienen sind. Begriffe ohne Kaufabsicht schließt du aus.
  3. Shopping-Daten sauber halten. Bei Shopping-Anzeigen entscheidet dein Produktfeed, bei welcher Suche ein Artikel erscheint. Wie du das aufsetzt, erklären wir unter Google Shopping einrichten.
  4. Automatische Kampagnen kontrollieren. Performance Max spielt auf allen Google-Kanälen aus. Prüf im Kanalbericht, wohin das Geld fließt.

Budget zu kürzen senkt die Kosten, aber auch den Umsatz. Mehr bringt es, das vorhandene Budget in Kampagnen mit hohem Deckungsbeitrag zu verschieben. So rechnen wir auch für unsere Garantie: +100.000 € Umsatz in 90 Tagen bei gleichem Adspend.

Häufige Fragen zu Google Ads Kosten

Was kostet Google Ads pro Monat?

So viel, wie du festlegst. Google berechnet die Klicks, dein Monatslimit liegt beim 30,4-Fachen deines Tagesbudgets. Plane dazu Kosten für Betreuung, Tools und Produktion ein.

Was kostet ein Klick bei Google Ads?

Laut WordStream-Benchmarks 2026 im Schnitt 5,42 US-Dollar in der Suche, in Fashion 4,44 US-Dollar. Dein Preis hängt von Wettbewerb, Qualität und Suchkontext ab und kann deutlich darunter liegen.

Wie viel Budget brauche ich für Google Ads?

Rechne von deinen Zielbestellungen zurück: Bestellungen geteilt durch Conversion-Rate ergibt die nötigen Klicks, mal Klickpreis ergibt das Budget. Das Tagesbudget ist dann ein Dreißigstel davon, genauer Monatsbudget geteilt durch 30,4.

Kann Google mehr als mein Tagesbudget ausgeben?

Ja. An einzelnen Tagen bis zum Doppelten des durchschnittlichen Tagesbudgets. Über den Monat gerechnet zahlst du aber höchstens das 30,4-Fache.

Beeinflusst der Qualitätsfaktor meinen Klickpreis?

Nicht direkt. Laut Google ist der Qualitätsfaktor ein Diagnosewert und fließt nicht in die Auktion ein. Die Qualität von Anzeige und Landingpage, die er beschreibt, zählt in der Auktion aber mit.

Was kostet eine Google Ads Agentur?

Pauschalen liegen laut Handelsblatt-Ratgeber 2025 bei 250 bis 6.000 € und mehr im Monat, je nach Unternehmensgröße. Andere Agenturen nehmen einen Anteil am Werbebudget oder rechnen erfolgsabhängig ab.

Welchen Klickpreis kann dein Shop tragen?

Im Erstgespräch rechnet Tobias das mit deinen Zahlen durch und zeigt dir, welche Kampagnen darüber liegen. 5 kurze Fragen, dann direkt zum Termin.

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