CPC berechnen: Formel, Rechner und maximaler Klickpreis

Du berechnest den CPC (Cost per Click), indem du die Werbekosten durch die Zahl der Klicks teilst. 3.000 € Kosten bei 3.400 Klicks ergeben einen CPC von 0,88 €. Wie viel ein Klick kosten darf, zeigt der maximale profitable CPC: Warenkorb × Deckungsbeitrag × Conversion Rate. Bei 70 € Warenkorb, 40 % Deckungsbeitrag und 3,1 % Conversion Rate liegt er bei 0,87 €, der Klick für 0,88 € kostet also schon Geld.

CPC-Rechner mit maximalem Klickpreis

Die meisten CPC-Rechner teilen Kosten durch Klicks und hören dann auf. Dieser stellt deinen Klickpreis neben den Betrag, den ein Klick bei deinem Warenkorb, deiner Marge und deiner Conversion Rate höchstens kosten darf. Die Beispielwerte sind voreingestellt, trag deine eigenen ein.

CPC-Rechner

Rechne aus, was ein Klick kostet und was er kosten darf

Dein CPC0,88 €
Maximaler profitabler CPC0,87 €darüber kostet jeder Klick Geld
  1. Werbekosten pro Bestellung (CPA)28,46 €
  2. Deckungsbeitrag pro Bestellung28 €

Dein CPC von 0,88 € liegt über dem Maximum von 0,87 €. Jede Bestellung kostet 28,46 € Werbung und bringt nur 28 € Deckungsbeitrag.

CPC-Formel und Rechenbeispiel

Der CPC ist der Preis, den du im Schnitt für einen Klick auf deine Anzeige zahlst:

CPC = Werbekosten ÷ KlicksBeispiel: 3.000 € ÷ 3.400 Klicks = 0,88 €

In Google Ads begegnen dir zwei Werte. Der max. CPC ist dein Gebot, also der Höchstbetrag, den du für einen Klick zahlen willst. Der tatsächliche CPC ist laut Google-Ads-Hilfe der Endbetrag, der dir für einen Klick berechnet wird. Du zahlst nur so viel, wie nötig ist, um den Anzeigenrang des Mitbewerbers direkt unter dir zu übertreffen. Der tatsächliche CPC liegt deshalb oft unter deinem Gebot.

Der durchschnittliche CPC in deinem Konto ist der tatsächliche CPC, gemittelt über alle Klicks. Mit diesem Wert rechnest du hier.

Maximaler profitabler CPC: was ein Klick kosten darf

Ob ein Klick teuer ist, hängt nicht am Branchenschnitt. Es hängt daran, wie viel Deckungsbeitrag eine Bestellung bringt und wie viele Klicks du für eine Bestellung brauchst:

Maximaler CPC = Warenkorb × Deckungsbeitragsquote × Conversion Rate70 € × 40 % × 3,1 % = 0,87 €
  1. Eine Bestellung über 70 € netto bringt bei 40 % Deckungsbeitrag 28 € vor Werbung.
  2. Bei 3,1 % Conversion Rate kaufen von 100 Klicks 3,1 Besucher. Für eine Bestellung brauchst du gut 32 Klicks.
  3. 28 € verteilt auf 32,3 Klicks ergeben 0,87 € pro Klick. Das ist die Nulllinie.
  4. Bei 0,88 € CPC kostet eine Bestellung 28,46 € Werbung. Sie bringt 28 € Deckungsbeitrag, also 0,46 € Verlust je Bestellung.

Der Rechner urteilt mit Puffer: Bis 80 % des Maximums ist der Klickpreis grün, darüber gelb. Die Differenz brauchst du für Agentur, Creatives, Tools und für den Gewinn, den du am Ende sehen willst.

Maximaler CPC und Break-even-ROAS sind dieselbe Grenze, nur anders ausgedrückt. Bei 0,87 € CPC liegt der ROAS bei 70 € × 3,1 % ÷ 0,87 € = 2,5, also genau bei 1 ÷ 40 % Deckungsbeitrag.

Der Rechner geht von einem Warenkorb netto nach Retouren aus. Meldet dein Konto Brutto-Umsatz vor Retouren, rechnest du die Version mit MwSt. und Retourenquote aus unserem Ratgeber zu Google Ads Kosten.

CPC je Kampagnentyp: Werte aus 37 Google-Ads-Konten

Für den Klickpreis haben wir eigene Werte gezogen: Harucon-Auswertung von 37 Google-Ads-Konten (Mai bis Mitte August 2026, betreut oder im Audit), jedes mit mindestens 1.000 € Spend und Conversions. Beim CPC zählen nur die 30 Konten, die in Euro abrechnen, deshalb ist n kleiner. Search enthält Brand-Kampagnen.

KampagnentypEUR-Konten (n)Median-CPCmittlere Hälfte (P25 bis P75)
Search (inkl. Brand)290,91 €0,44 bis 1,46 €
Shopping160,62 €0,47 bis 1,02 €
Performance Max230,56 €0,41 bis 1,00 €
Demand Gen120,21 €0,14 bis 0,31 €
Display50,13 €0,12 bis 0,41 €

Ein Durchschnitts-CPC über das ganze Konto mischt diese Typen. Verschiebt ein Shop Budget von Search in Demand Gen, fällt sein CPC, ohne dass ein einziger Klick billiger geworden ist. Vergleich deinen CPC deshalb immer je Kampagnentyp.

Welcher CPC sich je Kampagnentyp trägt

Setzt du die Median-Conversion-Rate je Kampagnentyp aus derselben Auswertung in die Formel ein, siehst du, welchen Klickpreis ein Shop mit 70 € Warenkorb und 40 % Deckungsbeitrag tragen kann:

KampagnentypMedian Conversions je Klickmaximaler CPC bei 28 € DeckungsbeitragMedian-CPC
Search (inkl. Brand)6,49 %1,82 €0,91 €
Shopping4,33 %1,21 €0,62 €
Performance Max3,09 %0,87 €0,56 €
Demand Gen0,44 %0,12 €0,21 €
Display0,39 %0,11 €0,13 €

Die Mediane stammen aus unterschiedlich vielen Konten, die Zeilen beschreiben deshalb kein einzelnes Konto. Das Muster ist trotzdem klar. In Search und Shopping liegt der übliche Klickpreis deutlich unter dem tragbaren. In Demand Gen und Display liegt er darüber, gemessen an den Conversions im Konto.

Das heißt nicht, dass diese Kampagnen nichts bringen. Sie erreichen Menschen, die noch nicht suchen, und ihre Wirkung zeigt sich oft später in Brand-Suchen. Steuer sie über die Kosten für 1.000 Kontakte, die du mit dem CPM-Rechner ausrechnest, und prüf ihre Wirkung im Shop-Umsatz.

Maximaler CPC nach Warenkorb und Conversion Rate

Die Tabelle zeigt den maximalen profitablen CPC bei 40 % Deckungsbeitrag. Die Spalten entsprechen einer schwachen, einer mittleren und einer starken Conversion Rate je Klick:

Warenkorb nettoDeckungsbeitrag pro Bestellungbei 1,0 %bei 3,1 %bei 6,5 %
40 €16 €0,16 €0,50 €1,04 €
70 €28 €0,28 €0,87 €1,82 €
120 €48 €0,48 €1,49 €3,12 €
200 €80 €0,80 €2,48 €5,20 €

Ein Shop mit 40 € Warenkorb und 1 % Conversion Rate kann nur 0,16 € pro Klick zahlen. Ein Shop mit 200 € Warenkorb und 6,5 % trägt 5,20 €. Den größten Hebel hast du deshalb oft beim Warenkorb und bei der Conversion Rate, nicht beim Gebot.

CPC senken oder Spielraum vergrößern

  1. Qualitätsfaktor verbessern: Voraussichtliche Klickrate, Anzeigenrelevanz und Landingpage fließen laut Google-Ads-Hilfe in den Qualitätsfaktor ein. Eine bessere Anzeige zahlt für dieselbe Position weniger. Die Klickrate ist dafür dein Frühindikator.
  2. Suchbegriffe ausschließen: Klicks ohne Kaufabsicht senken die Conversion Rate und damit deinen maximalen CPC.
  3. Produkte ohne Gewinn aussortieren: In Shopping und Performance Max verteilen sich Klicks auf viele Produkte. Manche bringen nie einen profitablen Verkauf.
  4. Mit Ziel-ROAS bieten: Die Gebotsstrategie zahlt für Klicks mit hohem Warenkorb mehr und für schwache weniger. Ein fester CPC kann das nicht.
  5. Warenkorb erhöhen: Bundles und Mengenrabatte heben den Deckungsbeitrag pro Bestellung und damit den Klickpreis, den du tragen kannst.

Für den dritten Punkt hilft das kostenlose Script unten. Es listet Shopping- und PMax-Produkte, die Geld kosten und keinen Umsatz bringen.

Kostenloses Google-Ads-Script

Script: Produkte ohne Gewinn finden

Listet Shopping- und PMax-Produkte mit Spend, aber ohne Umsatz, mit zu niedrigem ROAS oder schwacher CTR. Ergebnis als Google Sheet.

Nur lesend, das Script ändert nichts in deinem Konto. Datenschutz

Wenn du Gebote, Feed und Suchbegriffe nicht selbst steuern willst, zeigt dir unsere Seite zur Google-Ads-Agentur, wie wir dabei vorgehen.

Häufige Fragen zum CPC

Was ist der CPC?

CPC steht für Cost per Click, auf Deutsch Kosten pro Klick. Er gibt an, was du im Schnitt für einen Klick auf deine Anzeige zahlst.

Wie lautet die CPC-Formel?

CPC = Werbekosten ÷ Klicks. 3.000 € Werbekosten bei 3.400 Klicks ergeben einen CPC von 0,88 €.

Wie berechne ich den maximalen CPC?

Multipliziere deinen Warenkorb netto mit der Deckungsbeitragsquote und der Conversion Rate je Klick. 70 € × 40 % × 3,1 % ergeben 0,87 €. Darüber kostet jeder Klick Geld.

Was ist ein guter CPC?

Ein CPC ist gut, wenn er deutlich unter deinem maximalen profitablen CPC liegt. In der Harucon-Auswertung liegt der Median in Search inklusive Brand bei 0,91 €, in Shopping bei 0,62 € und in Performance Max bei 0,56 €.

Was ist der Unterschied zwischen max. CPC und tatsächlichem CPC?

Der max. CPC ist dein Gebot, der Höchstbetrag pro Klick. Der tatsächliche CPC ist der Betrag, den Google dir am Ende berechnet. Er liegt oft darunter, weil du nur den Anzeigenrang des nächsten Mitbewerbers übertreffen musst.

Warum ist mein CPC in Search höher als in Shopping?

Search-Klicks kommen von Menschen, die gezielt suchen, auch nach deiner Marke, und konvertieren deshalb besser. Dafür bieten mehr Werbetreibende auf dieselben Begriffe.

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