Deckungsbeitrag-Rechner
Trag Preis, variable Kosten, Menge und Fixkosten ein. Der Rechner zeigt Stückdeckungsbeitrag, Quote, Gesamtdeckungsbeitrag, Ergebnis, Break-even-Menge und den ROAS, den deine Werbung mindestens erreichen muss. Die Beispielwerte gehören zu einem Onlineshop mit einem Produkt für 80 €.
Rechne deinen Deckungsbeitrag bis zum Ergebnis durch
- Gesamtdeckungsbeitrag36.000 €
- Ergebnis nach Fixkosten16.000 €
- Break-even-Menge (Stück)556
- Break-even-ROAS auf Netto-Umsatz2,22
Dein Deckungsbeitrag deckt die Fixkosten. Es bleiben 16.000 € Gewinn, ab 556 Stück bist du im Plus.
Deckungsbeitrag-Formel mit Rechenbeispiel
Du rechnest den Deckungsbeitrag auf zwei Ebenen: pro Stück und für die gesamte Menge. Die Quote setzt ihn ins Verhältnis zum Preis.
Das Beispiel aus dem Rechner: Ein Shop verkauft im Monat 1.000 Stück für je 80 € netto. Pro Stück fallen 44 € variable Kosten an.
| Position | pro Stück | bei 1.000 Stück |
|---|---|---|
| Netto-Umsatz | 80 € | 80.000 € |
| Ware (Einkauf) | −28 € | −28.000 € |
| Versand und Verpackung | −7 € | −7.000 € |
| Payment-Gebühren | −2 € | −2.000 € |
| Retourenkosten (anteilig) | −7 € | −7.000 € |
| Deckungsbeitrag | 36 € | 36.000 € |
| Deckungsbeitragsquote | 45 % | 45 % |
Von den 36.000 € gehen 20.000 € Fixkosten ab. Es bleiben 16.000 € Betriebsergebnis.
DB I, DB II und DB III: die mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung
Die einstufige Rechnung zieht alle Fixkosten in einem Block ab. Die mehrstufige Rechnung verteilt sie auf Ebenen. So siehst du, welches Produkt oder welcher Bereich seine eigenen Fixkosten trägt.
Das klassische BWL-Schema
| Stufe | Rechnung | Beispiel |
|---|---|---|
| DB I | Umsatz − variable Kosten | 36.000 € |
| DB II | DB I − produktfixe Kosten (z. B. Produktfotos, Lagerplatz) | 32.000 € |
| DB III | DB II − bereichsfixe Kosten (z. B. Kundenservice) | 28.000 € |
| Ergebnis | DB III − unternehmensfixe Kosten (Miete, Verwaltung, Werbung) | 16.000 € |
Angenommen sind je 4.000 € produktfixe und bereichsfixe Kosten sowie 12.000 € Unternehmensfixkosten. Zusammen ergibt das die 20.000 € aus dem Rechner.
Das Schema im Onlinehandel
Shops und Agenturen nutzen die Stufen oft anders. Sie trennen die Kosten danach, wann sie in der Bestellung entstehen. Das Werbebudget bekommt eine eigene Stufe, weil es sich mit jeder Kampagne ändert.
| Stufe | Rechnung | pro Bestellung | Quote |
|---|---|---|---|
| DB I | Netto-Umsatz − Wareneinsatz | 52 € | 65 % |
| DB II | DB I − Versand, Verpackung, Payment, Retouren | 36 € | 45 % |
| DB III | DB II − Werbekosten pro Bestellung | 24 € | 30 % |
Mit 12 € Werbekosten pro Bestellung bleiben bei 1.000 Bestellungen 24.000 € DB III. Davon gehen die übrigen 8.000 € Fixkosten ab, das Ergebnis liegt wieder bei 16.000 €. Frag bei jeder Zahl nach, welches Schema dahintersteht. „DB II von 45 %“ bedeutet in beiden Welten etwas anderes.
Welche Kosten im Onlineshop variabel sind
Der Deckungsbeitrag steht und fällt mit der Frage, welche Kosten du als variabel zählst. Die Faustregel: Variabel ist alles, was mit jeder zusätzlichen Bestellung entsteht. Fix ist, was du auch zahlst, wenn im Monat niemand bestellt.
| Kostenart | variabel oder fix | Hinweis |
|---|---|---|
| Wareneinsatz | variabel | Einkaufspreis inklusive Fracht und Zoll |
| Versand und Verpackung | variabel | Porto, Karton, Füllmaterial |
| Payment-Gebühren | variabel | Prozentsatz plus Fixbetrag je Transaktion |
| Retouren | variabel | Rückporto, Prüfung, Abschriften, anteilig je Bestellung |
| Marktplatz- und Shop-Gebühren | variabel | sofern umsatzabhängig |
| Werbekosten | je nach Sicht | im Onlinehandel meist eigene Stufe DB III |
| Personal, Miete, Software | fix | fallen unabhängig von der Menge an |
Werbekosten sind ein Sonderfall. Kurzfristig steuerst du sie pro Tag, und sie hängen eng an den Bestellungen. Trotzdem zählst du sie nicht in den Stückdeckungsbeitrag, sonst kannst du den Break-even-ROAS nicht mehr ablesen. Im Rechner stecken sie deshalb in den Fixkosten.
Break-even-Menge und Break-even-Umsatz
Der Break-even-Point ist die Menge, ab der der Gesamtdeckungsbeitrag die Fixkosten deckt. Darunter machst du Verlust, darüber Gewinn.
Im Beispiel: 20.000 € ÷ 36 € = 555,6. Du brauchst also 556 verkaufte Stück im Monat. Beim Umsatz sind es 20.000 € ÷ 45 % = 44.444 €. Jedes weitere Stück bringt 36 € Gewinn.
Absoluter und relativer Deckungsbeitrag
Der absolute Deckungsbeitrag ist der Betrag pro Stück. Der relative Deckungsbeitrag teilt ihn durch die Einheit eines Engpasses. In der Industrie ist das oft die Maschinenstunde, im Onlineshop meist das Werbebudget.
Wer mit festem Budget wirbt, fragt deshalb: Wie viel Deckungsbeitrag bringt ein Werbe-Euro pro Produkt? Diese Kennzahl heißt POAS (Profit on Ad Spend).
| Produkt | Preis netto | Deckungsbeitrag | Werbekosten je Verkauf | DB je Werbe-Euro |
|---|---|---|---|---|
| A | 80 € | 36 € | 12 € | 3,00 |
| B | 120 € | 42 € | 21 € | 2,00 |
Produkt B hat den höheren absoluten Deckungsbeitrag. Pro Werbe-Euro verdient Produkt A aber die Hälfte mehr. Bei knappem Budget gehört das Geld zuerst zu A.
Vom Deckungsbeitrag zum Break-even-ROAS
Für Werbung zählt die Deckungsbeitragsquote. Aus ihr folgt der ROAS, den eine Kampagne mindestens braucht, damit sie kein Geld verliert:
Das Werbekonto meldet aber meist Brutto-Umsatz vor Retouren. Bei 19 % MwSt. und 25 % Retouren steigt die Schwelle dort auf 3,53. Wie du Werbeumsatz und Kosten gegenüberstellst, zeigt dir die Anleitung zum ROAS berechnen.
| Deckungsbeitragsquote | Break-even auf Netto-Umsatz | Break-even im Werbekonto |
|---|---|---|
| 30 % | 3,33 | 5,29 |
| 35 % | 2,86 | 4,53 |
| 45 % | 2,22 | 3,53 |
| 50 % | 2,00 | 3,17 |
| 60 % | 1,67 | 2,64 |
Rechnet sich die erste Bestellung knapp nicht, entscheidet der Wiederkauf. Dafür brauchst du zwei Zahlen: wie viel dich ein Neukunde kostet (CAC berechnen) und wie viel Deckungsbeitrag er über alle Bestellungen bringt (Customer Lifetime Value).
Harucon steuert Kampagnen auf Deckungsbeitrag statt auf Umsatz. Das Budget wandert dorthin, wo pro Werbe-Euro am meisten übrig bleibt. Wie das in 90 Tagen aussieht, steht in den Bedingungen unserer Garantie.
Fünf typische Fehler beim Deckungsbeitrag
- Brutto statt netto. Mit 95,20 € inklusive MwSt. statt 80 € netto wirkt der Deckungsbeitrag 15,20 € höher, als er ist.
- Retouren vergessen. Rücksendungen kosten Porto, Prüfung und Wertverlust. Diese Kosten gehören anteilig in die variablen Kosten.
- Payment-Gebühren übersehen. 2 bis 3 € pro Bestellung klingen klein, bei 36 € Deckungsbeitrag sind sie ein Zwölftel.
- Rohertrag mit Deckungsbeitrag verwechseln. Preis minus Einkauf ist nur DB I im Onlinehandel-Schema. Für Werbeentscheidungen brauchst du DB II.
- Fixkosten auf Stück umlegen. Wer Miete pro Stück verteilt, streicht Produkte, die einen positiven Deckungsbeitrag liefern und Fixkosten mittragen.
Häufige Fragen zum Deckungsbeitrag
Was ist der Deckungsbeitrag einfach erklärt?
Der Deckungsbeitrag ist das Geld, das nach Abzug der variablen Kosten vom Umsatz übrig bleibt. Mit ihm deckst du Fixkosten wie Miete und Personal. Was danach bleibt, ist Gewinn.
Wie berechne ich den Deckungsbeitrag?
Zieh vom Netto-Verkaufspreis die variablen Kosten pro Stück ab. Das ergibt den Stückdeckungsbeitrag. Multipliziert mit der Absatzmenge erhältst du den Gesamtdeckungsbeitrag.
Was ist der Unterschied zwischen Deckungsbeitrag und Gewinn?
Der Deckungsbeitrag zieht nur variable Kosten ab. Der Gewinn zieht zusätzlich alle Fixkosten ab. Ein positiver Deckungsbeitrag kann also trotzdem zu Verlust führen, wenn die Menge zu klein ist.
Was bedeutet ein negativer Deckungsbeitrag?
Die variablen Kosten liegen über dem Preis. Jedes verkaufte Stück vergrößert dann den Verlust. Du musst den Preis erhöhen, die Kosten senken oder das Produkt aus dem Sortiment nehmen.
Was ist der Unterschied zwischen DB I, DB II und DB III?
DB I zieht nur die variablen Kosten ab. DB II zieht zusätzlich produktfixe Kosten ab, DB III auch bereichsfixe Kosten. Im Onlinehandel steht DB II oft für den Wert nach Versand und Payment, DB III für den Wert nach Werbung.
Was ist eine gute Deckungsbeitragsquote?
Das hängt von deinen Fixkosten und deiner Werbung ab. Im Onlinehandel gilt: Je höher die Quote, desto niedriger der ROAS, den deine Kampagnen mindestens brauchen. Bei 45 % liegt diese Schwelle netto bei 2,22.
Wie viel Deckungsbeitrag bringt deine Werbung?
Im Erstgespräch rechnet Tobias deinen Deckungsbeitrag pro Kanal mit den Zahlen aus deinem Shop durch. 5 kurze Fragen, dann direkt zum Termin.
Kostenloses Erstgespräch sichern→
