Online Shop erstellen: Startbudget und Reihenfolge für deine Marke

Einen Online Shop für deine Marke erstellst du in sieben Schritten: Marge rechnen, Shopsystem wählen, Produktseiten bauen, Zahlung und Versand einrichten, Pflichten erfüllen, Tracking aufsetzen und die ersten Kunden holen. Mit Shopify kostet die Software laut Preisseite ab 27 € im Monat bei jährlicher Zahlung (Stand 28.10.2026). Der größere Posten im ersten Jahr ist das Werbebudget: Für die ersten 30 Bestellungen rechnen wir mit rund 830 bis 1.710 €.

Was du zum Erstellen eines Online Shops brauchst

Zum Erstellen eines Online Shops brauchst du ein Shopsystem, Produkte mit gerechneter Marge, Zahlungsarten, Versand und Rechtstexte. Ein Baukasten bringt dich schnell online. Für eine Marke, die später über Werbung wachsen soll, zählt mehr, ob Feed, Tracking und Gebühren mitwachsen.

Offenlegung: Harucon ist offizieller Partner von Shopify. Die Preise stammen von den Preisseiten der Hersteller (Stand 28.10.2026), die Bewertung ist unsere eigene.

BausteinWas du entscheidestWoran du es misst
Shopsystemgemietet (z. B. Shopify) oder selbst gehostet (z. B. WooCommerce, Shopware)Kosten je Bestellung, Aufwand für Updates
ProdukteSortiment für den Start, Preise, Fotos, TexteDeckungsbeitrag je Bestellung
Zahlung und VersandZahlungsarten, Versanddienstleister, VersandkostenschwelleGebühren und Versandkosten je Bestellung
PflichtenImpressum, Rechtstexte, Verpackungsregistrierungvollständig vor dem ersten Verkauf
MessungKauf-Conversion, Produktfeed, E-Mail-AnmeldungBestellungen im Shop-Backend gleich Conversions im Werbekonto

Welches Shopsystem zu einer Marke passt

Für eine Marke ohne eigene Entwickler passt meist ein gemietetes Shopsystem, weil Hosting, Sicherheit und Updates beim Anbieter liegen. Selbst gehostete Systeme sind flexibler und kosten weniger Lizenz, dafür zahlst du Hosting und Betreuung.

Bei Shopify zahlst du ein Monatsabo und Gebühren je Zahlung. Laut Preisseite (Stand 28.10.2026) kostet Basic 27 €, Grow 79 € und Advanced 289 € im Monat bei jährlicher Zahlung, monatlich bezahlt 36 €, 105 € und 384 €. Ob die Umsatzsteuer enthalten ist, nennt die Preisseite nicht. Zum Start testest du 3 Tage kostenlos, danach 3 Monate für 1 € im Monat.

Den Vergleich mit selbst gehosteten Systemen rechnet der Ratgeber Shopify oder WooCommerce mit Gesamtkosten durch. Ab welchem Umsatz der nächste Shopify-Plan günstiger wird, steht unter Shopify Kosten.

Was ein Online Shop im ersten Jahr kostet

Ein Online Shop kostet im ersten Jahr vor allem Werbebudget für die ersten Bestellungen, die Software ist der kleinere Posten. Das Beispiel rechnet Shopify Basic, ein kostenloses Theme und ein Produkt für 49,90 €.

Posten im ersten JahrRechnungBetrag
Shopify Basic, jährlich bezahlt27 € × 12 Monate324 €
Themekostenloses Theme aus dem Theme Store0 €
Zahlungsgebühren für 30 Bestellungen30 × (2,1 % von 49,90 € + 0,30 €)40,44 €
Werbebudget für 30 Bestellungen, Median30 × 27,55 € CPA826,50 €
Werbebudget für 30 Bestellungen, oberes Viertel30 × 56,99 € CPA1.709,70 €
Summe ohne Ware, Fotos und Rechtstexte1.190,94 bis 2.074,14 €

Die CPA-Werte stammen aus dem Harucon-Konten-Snapshot von 38 Google-Ads-Konten (Mai bis Mitte August 2026, betreut oder im Audit): Median 27,55 €, mittlere Hälfte 14,70 bis 56,99 € je Conversion. Diese Konten verkaufen auch über Brand-Suchen, die deutlich günstiger konvertieren. Eine neue Marke ohne Markennachfrage liegt deshalb eher am oberen Ende.

Warum 30 Bestellungen? Mit dieser Zahl siehst du erste Muster bei Produkten, Warenkorb und Retouren, und automatische Gebotsstrategien haben eine erste Datengrundlage. Ware, Produktfotos und Rechtstexte kommen dazu. Ob sich das Budget trägt, rechnest du vorher mit dem Break-even-Point-Rechner und dem Break-even-ROAS.

In welcher Reihenfolge du den Shop startest

Du startest den Shop in der Reihenfolge, in der Fehler am teuersten werden: zuerst die Zahlen, zuletzt die Werbung. So vermeidest du, dass Budget in Produkte ohne Deckungsbeitrag oder in ein Konto ohne saubere Messung fließt.

  1. 01

    Marge rechnen

    Preis, Warenkosten, Versand, Zahlungsgebühr und Retouren je Produkt. Was nach diesen Kosten bleibt, zeigt der Deckungsbeitrag-Rechner.

  2. 02

    Shopsystem und Plan

    Starte mit dem kleinsten Plan, der deine Zahlungsarten und Märkte abdeckt. Wechseln kannst du später.

  3. 03

    Produktseiten

    Eigene Fotos, Größen und Inhaltsstoffe, Lieferzeit und Versandkosten sichtbar auf der Produktseite.

  4. 04

    Zahlung und Versand

    Karten, PayPal und Kauf auf Rechnung prüfen, Versandtarif und Verpackung festlegen, Retourenprozess testen.

  5. 05

    Pflichten erfüllen

    Impressum nach § 5 DDG, Rechtstexte und die Registrierung deiner Verpackungen im Verpackungsregister LUCID. Details klärst du mit einer Kanzlei oder deiner IHK.

  6. 06

    Tracking

    Eine Kauf-Conversion mit Bestellwert, getestet mit einer echten Bestellung. Die Einrichtung beschreibt Google Ads Conversion Tracking.

  7. 07

    Erste Kunden

    Shopping und Search für vorhandene Nachfrage, eine E-Mail-Anmeldung mit Willkommensstrecke für Wiederkäufe.

Was vor der ersten Anzeige stehen muss

Vor der ersten Anzeige muss genau ein Kauf als primäres Conversion-Ziel zählen, mit dem echten Bestellwert. In der Harucon-Auswertung von 41 Audits (letzte Jahre bis 2026) liefen in mindestens 19 von 41 Konten mehrere primäre Conversion-Ziele oder ein falsch eingestelltes Tracking.

  • In 2 Konten war „In den Warenkorb“ statt Kauf das primäre Ziel. Google optimierte damit auf Warenkörbe, nicht auf Bestellungen.
  • Ein Konto hatte 76 aktive Conversion-Aktionen, mit Seitenaufruf als primärem Ziel.
  • Ein Konto hatte über 130 Conversion-Aktionen mit mindestens 6 parallelen Kauf-Aktionen.

Ein neuer Shop hat den Vorteil, dass er sauber anfangen kann. Lege eine Kauf-Aktion an, prüfe sie mit einer Testbestellung und vergleiche nach zwei Wochen die Bestellungen im Shop-Backend mit den Conversions im Werbekonto. Weichen beide stark ab, behebst du das vor der ersten Budgeterhöhung.

Wann du den Shop bauen lässt

Den Shop baust du selbst, wenn du wenige Produkte hast und ein fertiges Theme reicht. Bauen lassen lohnt sich, wenn du von einem anderen System umziehst, viele Varianten hast oder Feed und Tracking von Anfang an für Google Ads stehen sollen.

Als Shopify Agentur richten wir Shops ein und ziehen sie um, mit Produktfeed, Conversion Tracking und Messung im Shop-Backend. Wie der Shop in eine D2C-Brand passt, zeigt der Überblick D2C-Brand aufbauen.

Häufige Fragen zum Online Shop erstellen

Was kostet es, einen Online Shop zu erstellen?

Mit Shopify kostet die Software laut Preisseite ab 27 € im Monat bei jährlicher Zahlung (Stand 28.10.2026). Im Rechenbeispiel liegt das erste Jahr mit Werbebudget für 30 Bestellungen bei rund 1.190 bis 2.075 €, ohne Ware, Fotos und Rechtstexte.

Kann ich einen Online Shop kostenlos erstellen?

Testen ja, betreiben selten. Shopify bietet 3 Tage kostenlos und danach 3 Monate für 1 € im Monat. Für einen laufenden Shop zahlst du ein Abo oder Hosting, dazu Gebühren je Zahlung.

Welches Shopsystem ist für eine Marke am besten?

Ohne eigene Entwickler passt meist ein gemietetes System wie Shopify, weil Hosting und Updates beim Anbieter liegen. Mit Entwicklern und speziellen Anforderungen kommen WooCommerce oder Shopware in Frage.

Wie lange dauert es, einen Online Shop zu erstellen?

Mit einem fertigen Theme und wenigen Produkten einige Tage bis Wochen. Länger dauern meist Produktfotos, Rechtstexte und die Abstimmung mit dem Hersteller.

Was muss ich rechtlich beachten?

Unter anderem Impressum, Rechtstexte wie Widerrufsbelehrung und Datenschutz sowie die Registrierung deiner Verpackungen im Verpackungsregister LUCID. Die Details klärst du mit einer Kanzlei oder deiner IHK.

Wie viel Werbebudget brauche ich am Anfang?

Rechne mit deinen Akquisekosten je Bestellung. Im Harucon-Konten-Snapshot liegt der Median-CPA bei 27,55 €, die mittlere Hälfte bei 14,70 bis 56,99 €. Für 30 erste Bestellungen sind das rund 830 bis 1.710 €.

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