Shopify vs. WooCommerce im Kurzvergleich
Offenlegung: Harucon ist offizieller Partner von Shopify. Die Preise stammen von den Preisseiten der Hersteller (Stand 28.10.2026), die Bewertung ist unsere eigene.
Beide Systeme betreiben Onlineshops jeder Größe. Sie unterscheiden sich vor allem darin, wer sich um Server, Updates und Sicherheit kümmert und wie die Gebühren berechnet werden:
| Merkmal | Shopify | WooCommerce |
|---|---|---|
| Modell | Software as a Service, Hosting inklusive | Open-Source-Plugin für WordPress, Hosting selbst |
| Plattformpreis | 27 bis 289 € im Monat bei jährlicher Zahlung, Plus ab 2.100 € | Kostenlos, keine Umsatzbeteiligung |
| Hosting | im Plan enthalten | laut WooCommerce 25 bis 350 $ im Monat für die meisten Shops |
| Erweiterungen | Apps aus dem Shopify App Store | laut WooCommerce 29 bis 299 $ pro Jahr und Erweiterung |
| Eigene Zahlungslösung | Shopify Payments, online ab 1,3 % bis 2,1 % + 0,30 € je nach Plan | WooPayments, in Deutschland 1,5 % + 0,25 € je Kartenzahlung |
| Externer Zahlungsanbieter | zusätzliche Transaktionsgebühr 0,2 % bis 2 % je nach Plan | keine Zusatzgebühr der Plattform |
| B2B | bis zu 3 B2B-Kataloge, unbegrenzt in Plus | über Erweiterungen |
| Updates und Sicherheit | macht Shopify | machst du oder dein Dienstleister |
Shopify nennt auf der Preisseite nicht, ob die Planpreise Mehrwertsteuer enthalten. Bei WooPayments fällt laut WooCommerce 19 % MwSt. auf die Gebühren an, außer du hast eine gültige USt-IdNr. und es greift das Reverse-Charge-Verfahren.
Pläne und Gebühren im Detail
Bei Shopify sinken die Kartengebühren mit jedem größeren Plan. Die Planpreise gelten bei jährlicher Zahlung, monatlich kosten Basic 36 €, Grow 105 € und Advanced 384 €:
| Shopify-Plan | Preis im Monat (jährlich) | Kartengebühr online | Transaktionsgebühr bei externem Anbieter | Mitarbeiterkonten |
|---|---|---|---|---|
| Basic | 27 € | 2,1 % + 0,30 € | 2 % | keine zusätzlichen |
| Grow | 79 € | 1,8 % + 0,30 € | 1 % | bis zu 5 |
| Advanced | 289 € | 1,6 % + 0,30 € | 0,6 % | bis zu 15 |
| Plus | ab 2.100 € | 1,3 % + 0,30 € | 0,2 % | unbegrenzt |
Für Amex und internationale Karten nennt Shopify höhere Sätze, im Grow-Plan zum Beispiel 2,9 % + 0,30 €. Plus läuft laut Shopify mit einem Abo über 1 oder 3 Jahre.
WooCommerce selbst kostet nichts. Die Kosten entstehen drumherum: Hosting, kostenpflichtige Erweiterungen und die Zahlungsabwicklung. Nutzt du WooPayments, berechnet WooCommerce für Kartenzahlungen in Deutschland 1,5 % + 0,25 €. Für Karten aus Ländern außerhalb Europas kommen 2 % dazu, für eine Währungsumrechnung weitere 2 %.
Was ein Shopify-Shop im Monat insgesamt kostet, rechnen wir auf der Seite Shopify Kosten Posten für Posten durch.
Gesamtkosten über 3 Jahre: die Rechnung
Ein Vergleich der Planpreise führt in die Irre, weil die Gebühren pro Bestellung ein Vielfaches davon ausmachen. Diese Formel deckt alle Posten ab:
Beispiel: Ein Shop macht 1 Mio. € Umsatz im Jahr mit 10.000 Bestellungen zu je 100 €. Zur Vereinfachung zahlen alle Kunden online mit Karte aus Europa. Preise und Gebühren sind geprüft, alle Zeilen mit Annahme sind Platzhalter, die du durch deine eigenen Werte ersetzt:
| Posten (36 Monate) | Shopify Grow + Shopify Payments | Shopify Advanced + Shopify Payments | WooCommerce + WooPayments |
|---|---|---|---|
| Plan (79 € / 289 € / 0 € im Monat) | 2.844 € | 10.404 € | 0 € |
| Zahlungsgebühren auf 3 Mio. € und 30.000 Bestellungen | 63.000 € | 57.000 € | 52.500 € |
| Hosting (Annahme: 100 € im Monat für WooCommerce) | 0 € | 0 € | 3.600 € |
| Apps und Erweiterungen (Annahme: 150 € im Monat bzw. 1.000 € im Jahr) | 5.400 € | 5.400 € | 3.000 € |
| Technische Betreuung (Annahme: 2 bzw. 6 Stunden im Monat zu 90 €) | 6.480 € | 6.480 € | 19.440 € |
| Summe | 77.724 € | 79.284 € | 78.540 € |
- Shopify Grow: 1,8 % von 3 Mio. € sind 54.000 €, dazu 30.000 × 0,30 € = 9.000 €. Zusammen 63.000 €.
- Shopify Advanced: 1,6 % von 3 Mio. € sind 48.000 €, plus 9.000 € Fixgebühr. Zusammen 57.000 €.
- WooPayments: 1,5 % von 3 Mio. € sind 45.000 €, dazu 30.000 × 0,25 € = 7.500 €. Zusammen 52.500 €.
Bei Shopify Grow entfallen 63.000 € von 77.724 € auf Zahlungsgebühren, das sind rund 81 %. Der Plan selbst kostet 2.844 €, knapp 4 %. Die drei Summen liegen weniger als 1.600 € auseinander. Welches System günstiger ist, entscheiden also deine Annahmen zu Betreuung und Erweiterungen.
Rechne mit deinen eigenen Werten nach. Verkaufst du viel ins Ausland, steigen die Kartengebühren auf beiden Seiten. Zahlen viele Kunden per PayPal oder Rechnung, gelten deren Gebühren, und bei Shopify kommt die Transaktionsgebühr für externe Anbieter dazu.
Ab welchem Umsatz sich ein größerer Shopify-Plan lohnt
Im Beispiel kostet Advanced mehr als Grow, obwohl die Kartengebühr niedriger ist. Ab welchem Umsatz sich das dreht, rechnest du so aus:
| Wechsel | Mehrkosten pro Jahr | lohnt ab Kartenumsatz (Shopify Payments) | lohnt ab Umsatz über externe Anbieter |
|---|---|---|---|
| Basic zu Grow | 624 € | 208.000 € | 62.400 € |
| Grow zu Advanced | 2.520 € | 1.260.000 € | 630.000 € |
| Advanced zu Plus | 21.732 € | 7.244.000 € | 5.433.000 € |
So entsteht die Zeile Grow zu Advanced: (289 € − 79 €) × 12 = 2.520 € Mehrkosten im Jahr. Mit Shopify Payments sinkt die Kartengebühr um 0,2 Prozentpunkte, 2.520 € ÷ 0,002 = 1,26 Mio. €. Bei externen Anbietern sinkt die Transaktionsgebühr um 0,4 Punkte, 2.520 € ÷ 0,004 = 630.000 €. Für Plus haben wir den Einstiegspreis von 2.100 € im Monat angesetzt, die Schwellen sind also Untergrenzen.
Mehr Mitarbeiterkonten, Inventarstandorte oder ein anpassbarer Checkout können den Wechsel früher rechtfertigen. Was Plus darüber hinaus bringt, erklären wir auf der Seite Shopify Plus Agentur.
Entscheidungsmatrix: wann welches System passt
| Situation | Eher Shopify | Eher WooCommerce |
|---|---|---|
| Shop-Größe | kleine Shops mit Basic oder Grow, große Shops mit Advanced oder Plus | Shops, die auf einer bestehenden WordPress-Seite aufbauen |
| Team | kein Entwickler im Haus, Team soll verkaufen statt warten | Entwickler oder fester Dienstleister für Updates und Sicherheit |
| B2B | bis zu 3 B2B-Kataloge in jedem Plan, unbegrenzt mit Plus | B2B-Logik über Erweiterungen, frei anpassbar |
| Internationalisierung | Shopify Markets und lokale Domains in allen Plänen, lokale Währungen mit Shopify Payments | Mehrsprachigkeit und Währungen über Erweiterungen |
| Inhalte | Blog und Seiten im Shop-Backend | WordPress als starkes CMS für viel Content |
| Kontrolle | Code des Systems liegt bei Shopify, Anpassung über Theme und Apps | voller Zugriff auf Code und Datenbank |
Eine Faustregel aus der Rechnung oben: Je weniger Technik-Stunden du intern hast, desto mehr spricht für Shopify. Je mehr deine Seite von Inhalten lebt und je mehr Entwicklerzeit du ohnehin bezahlst, desto mehr spricht für WooCommerce.
Für größere Shops mit B2B-Anforderungen lohnt ein Blick auf den Vergleich Shopware vs Shopify.
Wechsel von WooCommerce zu Shopify: der Ablauf
Ein Wechsel kostet vor allem Planung. Die meisten Risiken liegen bei Weiterleitungen und Tracking, weniger beim Datenimport:
- 01
Bestand aufnehmen
Produkte, Varianten, Kunden, Bestellhistorie, Gutscheine und alle Erweiterungen, die heute laufen. Für jede Erweiterung klärst du, ob Shopify das selbst kann oder eine App braucht.
- 02
Daten übertragen
Produkte und Kunden per Import oder Migrations-App. Prüfe Stichproben bei Varianten, Bildern und Preisen.
- 03
Weiterleitungen anlegen
Jede alte URL bekommt eine 301-Weiterleitung auf die neue. Sonst verlierst du Rankings und Links.
- 04
Tracking und Feed neu aufsetzen
Conversion-Tracking, Google Merchant Center und der Produktfeed müssen vor dem Umzug stehen. Wie das bei Shopify aussieht, zeigt Google Shopping mit Shopify.
- 05
Testkäufe und Umzug
Testbestellungen mit allen Zahlarten, dann Domain umstellen, am besten in einer umsatzschwachen Woche.
Plane nach dem Umzug zwei bis vier Wochen ein, in denen Google Ads mit neuen Conversion-Daten lernt. Prüfe in dieser Zeit täglich, ob Bestellungen im Shop und Conversions im Werbekonto zusammenpassen.
Nach der Plattformwahl: woher der Umsatz kommt
Das Shopsystem bestimmt deine Kosten. Den Umsatz bestimmen Traffic, Conversion-Rate und Wiederkäufe. Eine Plattform wechselt man selten, an den Kampagnen arbeitest du jeden Monat.
- Google Ads und Shopping: Brand und Neukunden trennen, Produktfeed nach Marge steuern. Mehr unter Google Ads für Shopify.
- Conversion: Produktseiten und Checkout so bauen, dass derselbe Traffic mehr Bestellungen bringt.
- Retention: E-Mail und Flows nach dem ersten Kauf, damit du Kunden nicht jedes Mal neu bezahlst.
Als Shopify Agentur arbeiten wir an genau diesen Hebeln und messen den Erfolg im Shopify-Backend, nach Retouren.
Häufige Fragen: Shopify oder WooCommerce
Ist WooCommerce günstiger als Shopify?
Bei der Lizenz ja, WooCommerce kostet nichts. Über drei Jahre entscheiden aber Zahlungsgebühren, Hosting, Erweiterungen und Wartung. In unserem Beispiel mit 1 Mio. € Jahresumsatz liegen beide Systeme weniger als 1.600 € auseinander.
Was kostet Shopify im Monat?
Laut Shopify-Preisseite vom 28.10.2026 bei jährlicher Zahlung 27 € für Basic, 79 € für Grow und 289 € für Advanced. Plus beginnt bei 2.100 € im Monat. Monatlich gezahlt kosten die drei kleineren Pläne 36 €, 105 € und 384 €.
Welche Gebühren fallen bei Shopify pro Bestellung an?
Mit Shopify Payments je nach Plan 1,3 % bis 2,1 % plus 0,30 € pro Online-Kartenzahlung. Nutzt du einen externen Zahlungsanbieter, berechnet Shopify zusätzlich 0,2 % bis 2 % Transaktionsgebühr.
Brauche ich für WooCommerce einen Entwickler?
Für den Start nicht unbedingt. Für Updates von WordPress, Theme und Erweiterungen, für Sicherheit und Backups brauchst du aber jemanden, der sich regelmäßig darum kümmert, intern oder als Dienstleister.
Eignet sich Shopify für B2B?
Shopify bietet in jedem Plan bis zu 3 B2B-Kataloge, Shopify Plus unbegrenzt viele. Für komplexe Preislisten und Freigabeprozesse lohnt ein Vergleich mit Shopware.
Kann ich von WooCommerce zu Shopify wechseln, ohne Rankings zu verlieren?
Ja, wenn jede alte URL eine 301-Weiterleitung auf die passende neue Seite bekommt und Tracking und Produktfeed vor dem Umzug stehen. Rechne mit einigen Wochen, bis sich Rankings und Kampagnen stabilisieren.
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