YouTube Ads: welche Kampagne Käufe bringt und was sie kostet

YouTube Ads sind Videoanzeigen, die du in Google Ads schaltest, als In-Stream-, In-Feed-, Bumper- oder Shorts-Anzeige. Für Onlineshops laufen sie heute vor allem über Demand Gen, das seit April 2026 alle früheren Videokampagnen für Aktionen ersetzt, und über Performance Max. In der Harucon-Auswertung von 37 Google-Ads-Konten kostet ein Klick in Demand Gen im Median 0,21 €, aber nur 0,44 % der Klicks werden zur Conversion. YouTube kauft also Reichweite, und du bewertest sie am Shop-Umsatz.

Welche YouTube-Anzeigenformate gibt es?

Google bietet auf YouTube fünf Standardformate an, die sich in Länge und Abrechnung unterscheiden. Die Angaben stammen aus der Google-Ads-Hilfe zu Videoanzeigenformaten (Stand 28.10.2026).

FormatLängeDu zahlst
Überspringbare In-Stream-Anzeigekeine Höchstlänge, unter 3 Minuten empfohlen; überspringbar nach 5 Sekundenbei CPV-Geboten nach 30 Sekunden Wiedergabe oder einer Interaktion, bei Ziel-CPM, Ziel-CPA und Conversions maximieren nach Impressionen
Nicht überspringbare In-Stream-Anzeigebis 60 Sekundennach Impressionen (Ziel-CPM)
In-Feed-Anzeigekeine Höchstlängewenn jemand klickt und das Video ansieht
Bumper-Anzeigebis 6 Sekundennach Impressionen (Ziel-CPM)
Shorts-Anzeigeunter 60 Sekunden empfohlennach Impressionen, Aufrufen oder Interaktionen

Dazu kommt der Masthead oben auf der YouTube-Startseite, den Google nur auf Reservierungsbasis über den Vertrieb verkauft. Für Shops mit Performance-Ziel spielt er keine Rolle. Bei überspringbaren Anzeigen entscheiden die ersten 5 Sekunden, ob jemand weiterschaut, plan dein Produkt und dein Angebot deshalb an den Anfang. Wie du Hooks und Varianten testest, steht im Ratgeber zu Ad Creatives.

Welche Kampagne bringt auf YouTube Käufe?

Käufe holst du auf YouTube über Demand Gen oder Performance Max, Videokampagnen mit Reichweiten- oder Aufrufziel kaufen dagegen Sichtkontakte. Laut Google-Ads-Hilfe wurden die früheren Videokampagnen für Aktionen bis April 2026 automatisch auf Demand Gen umgestellt.

KampagneWo sie läuftWofür sie taugt
Videokampagne: ReichweiteYouTubeviele Menschen zu festem CPM erreichen, mit Untertypen wie effiziente Reichweite, angestrebte Häufigkeit und Anzeigensequenz
Videokampagne: VideoaufrufeYouTubeAufrufe für ein Video kaufen
Demand GenYouTube inkl. Shorts, Discover, Gmail, DisplaynetzwerkKäufe und Conversions aus Bild- und Videoanzeigen, mit Produktfeed
Performance MaxYouTube, Displaynetzwerk, Suche, Discover, Gmail, MapsKäufe über alle Google-Kanäle, mit Produktfeed auch Shopping

Für einen Shop mit Kaufziel ist Demand Gen der Kampagnentyp, in dem du YouTube gezielt steuerst: Du wählst die Kanäle und bekommst eigene Berichte. In Performance Max läuft YouTube als ein Kanal unter vielen. Den Vergleich beider Typen findest du im Ratgeber zu Demand Gen, den zu PMax unter Performance Max.

Was kosten YouTube Ads? Benchmarks aus 37 Google-Ads-Konten

Demand Gen kostet im Median 3,27 € je 1.000 Impressionen und 0,21 € je Klick, fast so wenig wie Display und deutlich weniger als Performance Max. Die Werte stammen aus der Harucon-Auswertung von 37 Google-Ads-Konten (Mai bis Mitte August 2026, betreut oder im Audit) mit mindestens 1.000 € Spend und Conversions. Sie gelten für Demand Gen über alle Kanäle, ein eigener YouTube-Wert ist darin nicht getrennt.

CPM je Kampagnentyp (Kosten je 1.000 Impressionen)Search (inkl. Brand)n = 2990,73 €Performance Maxn = 2310,77 €Shoppingn = 167,17 €Demand Genn = 123,27 €Displayn = 53,12 €Balken = Median, Linie = mittlere Hälfte der Konten (P25 bis P75)
Harucon-Auswertung von 37 Google-Ads-Konten (betreut oder im Audit), 01.05. bis 15.08.2026. Nur Konten in Euro, Median mit P25 bis P75. Search enthält Brand-Kampagnen.
KampagnentypCPM (n)CTR (n)CPC (n)Conversions je Klick (n)
Search (inkl. Brand)90,73 € (29)10,61 % (36)0,91 € (29)6,49 % (36)
Shopping7,17 € (16)1,02 % (22)0,62 € (16)4,33 % (22)
Performance Max10,77 € (23)1,80 % (29)0,56 € (23)3,09 % (29)
Demand Gen3,27 € (12)1,69 % (15)0,21 € (12)0,44 % (15)
Display3,12 € (5)0,79 % (6)0,13 € (5)0,39 % (6)

Alle Werte sind Mediane, CPM und CPC nur aus Konten in Euro. Conversions je Klick ist die Google-Ads-Conversion-Rate, nicht die Conversion Rate deines Shops. Im Harucon-Konten-Snapshot von 38 Google-Ads-Konten (Mai bis Mitte August 2026, betreut oder im Audit) lag der im Konto gemessene ROAS von Demand Gen im Median bei 1,08 (n = 12), in 42 % der Konten unter 1.

Lohnt sich YouTube-Werbung für deinen Shop?

YouTube-Werbung lohnt sich nur, wenn du sie an zusätzlichen Neukunden im Shop misst, denn am ROAS im Konto scheitert sie bei üblichen Margen. Die Rechnung mit den Medianen zeigt warum:

Kosten je Conversion = CPM ÷ (1.000 × CTR × Conversions je Klick)Demand Gen im Median: 3,27 € ÷ (1.000 × 1,69 % × 0,44 %) = 43,98 €
Was ein Erstkauf an Werbung kosten darf: 59,50 € Warenkorb brutto59,5 €
Warenkorb brutto
−9,5 €
MwSt. (19 %)
−30 €
Ware, Versand, Payment, Retouren
20 €
Deckungsbeitrag = maximale Werbekosten
Beispielwerte: 19 % MwSt., 60 % des Netto-Umsatzes für Ware, Versand, Payment und Retouren. Ohne Wiederkäufe.
GrößeWert
CAC-Grenze Erstkauf (50 € netto × 40 %)20,00 €
CAC-Grenze mit 1,8 Bestellungen im ersten Jahr36,00 €
Kosten je Conversion Demand Gen (Medianrechnung)43,98 €
Break-even-ROAS netto bei 40 % Deckungsbeitrag2,50
Median-ROAS Demand Gen im Konto (n = 12)1,08

Selbst mit Wiederkäufen liegt die Medianrechnung über der CAC-Grenze. Trotzdem kann YouTube sich tragen: Ein Teil der Zuschauer kauft später über Brand-Suche oder Shopping, und diese Käufe stehen nicht im Demand-Gen-Bericht. Deine eigenen Grenzen rechnest du mit dem Break-even-ROAS-Rechner und dem CAC-Rechner.

Wie misst du die Wirkung von YouTube im Shop?

Du misst YouTube über zwei Signale außerhalb des Kampagnenberichts: die Brand-Suchen in Google Ads und die Neukunden in deinem Shop-Backend. Beides notierst du vor dem Start wöchentlich und vergleichst nach vier bis sechs Wochen.

Brand-Suchen sind der empfindlichste Messpunkt, weil Brand ohnehin einen großen Teil des Umsatzes trägt. In der Harucon-Auswertung von 41 Audits (Audits der letzten Jahre bis 2026) war das in mindestens 34 von 41 Konten der Fall, in 8 Audits mit bezifferten Werten kamen 58 bis 94 % des gemessenen Umsatzes über den eigenen Markennamen.

  • Trenn Brand und Non-Brand in deinen Berichten, sonst siehst du den YouTube-Effekt nicht.
  • Schließ den Markennamen in Performance Max und Shopping aus, damit der zusätzliche Brand-Umsatz in der Brand-Kampagne sichtbar wird.
  • Nutz YouTube-Zuschauer als Remarketing-Segment. Wie das geht, steht im Ratgeber zu Google Ads Remarketing.

Das Script unten zeigt dir Brand- und Non-Brand-Umsatz getrennt. Läuft es vor und während des YouTube-Tests, siehst du, ob die Markensuchen steigen.

Kostenloses Google-Ads-Script

Script: Brand vs. Non-Brand trennen

Teilt Spend, Umsatz und ROAS in Marken- und Nicht-Markensuchen, auch innerhalb gemischter Kampagnen. Zeigt, was Werbung wirklich neu bringt.

Nur lesend, das Script ändert nichts in deinem Konto. Datenschutz

Wann gehört YouTube in den Kanal-Mix einer jungen Brand?

YouTube kommt auf Stufe 3, wenn Search und Shopping profitabel laufen und der Umsatz über vorhandene Nachfrage nicht weiter wächst.

StufeKanalAufgabeStartbedingung
1Google Search und Shoppingvorhandene Nachfrage abholenKauf-Tracking läuft, Break-even-ROAS ist bekannt
2E-Mail-FlowsErstkäufer zu Wiederkäufern machenBestellungen gehen ein
3ein Reichweitenkanal: Meta, TikTok oder YouTubeneue Nachfrage erzeugenStufe 1 trägt sich, Creatives für mehrere Varianten liegen vor
4Microsoft Ads und Amazonzusätzliche Suchnachfrage, MarktplatzGoogle Search läuft profitabel, das Produkt wird auf Amazon gesucht

Der Vorteil von YouTube gegenüber Instagram- und Facebook-Werbung: Es läuft im selben Google-Ads-Konto, mit demselben Tracking und denselben Zielgruppen. So ziehst du Brand-Effekte und Neukunden leichter in einer Auswertung zusammen.

Als Google-Ads-Agentur gehen wir so vor: erst die Nachfrage profitabel abholen, dann mit Demand Gen auf YouTube Reichweite kaufen und den Erfolg an Neukunden im Shop-Backend messen.

Häufige Fragen zu YouTube Ads

Wie schalte ich Werbung auf YouTube?

Über Google Ads. Für Käufe legst du eine Demand-Gen-Kampagne mit Videoanzeigen an oder nutzt Performance Max, für reine Sichtbarkeit eine Videokampagne mit dem Ziel Reichweite oder Videoaufrufe.

Was kosten YouTube Ads?

Das bestimmt dein Budget und das Format. Überspringbare Anzeigen kosten bei CPV-Geboten erst nach 30 Sekunden Wiedergabe, Bumper und nicht überspringbare Anzeigen werden nach Impressionen abgerechnet. In der Harucon-Auswertung kosten 1.000 Impressionen in Demand Gen im Median 3,27 €.

Gibt es Videokampagnen für Aktionen noch?

Nein. Laut Google-Ads-Hilfe wurden sie bis April 2026 automatisch auf Demand Gen umgestellt. Neue Kampagnen mit Kaufziel legst du als Demand Gen an.

Läuft Performance Max auch auf YouTube?

Ja. Performance Max spielt Anzeigen laut Google auf YouTube, im Displaynetzwerk, in der Suche, in Discover, in Gmail und in Maps aus.

Welchen ROAS erreichen YouTube-Kampagnen?

Für Demand Gen über alle Kanäle lag der im Konto gemessene ROAS im Harucon-Konten-Snapshot von 38 Konten im Median bei 1,08. Bewerte YouTube deshalb an zusätzlichen Neukunden und Brand-Suchen.

Wie lang darf eine YouTube-Anzeige sein?

Überspringbare In-Stream- und In-Feed-Anzeigen haben keine Höchstlänge, Google empfiehlt bei In-Stream unter 3 Minuten. Nicht überspringbare Anzeigen laufen bis 60 Sekunden, Bumper bis 6 Sekunden.

Ist dein Konto bereit für YouTube?

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