Brand Building: Marke aufbauen, bis Kunden deinen Namen suchen

Brand Building heißt, dass du eine Marke so aufbaust, dass Menschen deinen Namen kennen, suchen und wieder bei dir kaufen. Für einen Onlineshop misst du das an Brand-Suchanfragen, am Umsatz über den Markennamen und an der Wiederkaufrate. In der Harucon-Auswertung von 41 Audits kamen in 8 Audits mit bezifferten Werten 58 bis 94 % des gemessenen Umsatzes über den eigenen Markennamen. Markenaufbau ist damit die Grundlage für günstige Bestellungen.

Was Brand Building für eine Shop-Marke bedeutet

Brand Building bedeutet für eine Shop-Marke, dass mehr Menschen deinen Namen kennen, ihn mit einem klaren Nutzen verbinden und dich direkt ansteuern. Das Ergebnis sind Bestellungen, für die du keine neue Kundengewinnung bezahlst.

BausteinFrage dahinterWoran du es siehst
PositionierungFür wen ist das Produkt, und was kann es besser?ein Satz, den Kunden in Bewertungen wiederholen
Name und MarkenschutzIst der Name frei und schützbar?Eintrag im Markenregister
Produkt und VerpackungErkennt man die Marke ohne Logo?Fotos von Kunden, Wiedererkennung
Inhalte und CreativesWas zeigst du, bevor jemand sucht?Klickrate und Brand-Suchen nach Kampagnen
WiederkaufKommen Kunden ohne Anzeige zurück?Wiederkaufrate, Umsatz aus E-Mail

Ob dein Name frei ist und wie du ihn anmeldest, beschreibt das Deutsche Patent- und Markenamt. Wo die Marke im Aufbau einer D2C-Brand steht, zeigt der Überblick D2C-Brand aufbauen.

Woran du erkennst, dass deine Marke wächst

Deine Marke wächst, wenn die Zahl der Suchanfragen nach deinem Namen steigt und mehr Umsatz ohne bezahlte Neukundengewinnung kommt. Diese vier Zahlen schaust du dir jeden Monat an:

KennzahlQuelleRechnung
Brand-SuchanfragenGoogle Search Console, Impressionen der Brand-Kampagne in Google AdsSuchanfragen mit deinem Namen je Monat, gegen Vorjahr
Umsatzanteil über den MarkennamenGoogle Ads, getrennt nach Brand und Non-BrandBrand-Umsatz ÷ Werbeumsatz
WiederkaufrateShop-BackendKunden mit zweiter Bestellung ÷ alle Kunden
NeukundenanteilShop-BackendBestellungen von Neukunden ÷ alle Bestellungen

Die Wiederkaufrate rechnest du mit dem Rechner zur Retention Rate. Steigen Brand-Suchen, während der Neukundenanteil fällt, verkaufst du vor allem an Bestandskunden. Das ist gut für die Marge, bringt die Marke aber nicht weiter.

Was Audits über Markennachfrage zeigen

Audits zeigen, dass Markennachfrage bei etablierten Shops den größten Teil des gemessenen Umsatzes trägt und oft als Leistung der Kampagnen erscheint. Die Zahlen stammen aus der Harucon-Auswertung von 41 Google-Ads-Audits (E-Commerce-Konten in DACH, den USA und Großbritannien, letzte Jahre bis 2026).

BefundHäufigkeit
Brand-Traffic trägt den Großteil des gemessenen Umsatzesin mindestens 34 von 41 Konten
Umsatzanteil über den Markennamen58 bis 94 %, in der Mitte 82 bis 85 % (8 Audits mit bezifferten Werten)
Kein Brand-Ausschluss in Performance Max oder Shoppingin mindestens 22 von 41 Konten
Brand-Anteil am Conversion-Wert von Performance Max ab 25 %in 5 von 11 Konten mit Performance Max (13 Konten, 90 Tage bis 20.09.2026)

Wenn Performance Max Brand-Suchen mitnimmt, sieht ihr ROAS gut aus, obwohl die Kundin dich schon kannte. In den 5 Konten lag der Brand-Anteil bei 26 bis 90 % des PMax-Conversion-Werts. Trenn Brand und Non-Brand, bevor du entscheidest, wie viel Markenaufbau dir die Kampagnen bringen. Wie das in Performance Max geht, steht im Ratgeber Performance Max.

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Was ein zusätzlicher Brand-Klick wert ist

Ein zusätzlicher Brand-Klick ist so viel wert wie die Conversion-Rate mal der Deckungsbeitrag je Bestellung. Mit diesem Wert prüfst du, ob sich Reichweite zum Markenaufbau auf der ersten Bestellung trägt oder erst über Wiederkäufe.

Wert je Brand-Klick = Conversion-Rate × Deckungsbeitrag je Bestellung6,49 % × 17,20 € = 1,12 € auf der ersten Bestellung

Die 6,49 % sind die Median-Conversion-Rate von Search in der Harucon-Auswertung von 37 Google-Ads-Konten (Mai bis Mitte August 2026, betreut oder im Audit, n = 36), Search enthält Brand-Kampagnen. Gemeint sind Conversions je Klick in Google Ads, nicht Bestellungen je Shop-Sitzung. Die 17,20 € Deckungsbeitrag stammen aus dem Beispiel im Ratgeber Hersteller finden.

CPM je Kampagnentyp in Google AdsSearch (inkl. Brand)n = 2990,73 €Performance Maxn = 2310,77 €Shoppingn = 167,17 €Demand Genn = 123,27 €Displayn = 53,12 €Balken = Median, Linie = mittlere Hälfte der Konten (P25 bis P75)
Harucon-Auswertung von 37 Google-Ads-Konten (betreut oder im Audit), 01.05. bis 15.08.2026. Nur Konten in Euro, Median mit P25 bis P75. Search enthält Brand-Kampagnen.
KampagnentypCPM MedianP25 bis P75n
Search (inkl. Brand)90,73 €56,95 bis 166,78 €29
Performance Max10,77 €8,03 bis 15,89 €23
Shopping7,17 €5,80 bis 10,27 €16
Demand Gen3,27 €2,72 bis 5,46 €12
Display3,12 €1,26 bis 4,43 €5

Reichweite über Demand Gen kostet im Median 3,27 € je 1.000 Impressionen. Wie viele zusätzliche Brand-Klicks daraus entstehen, weißt du erst nach einem Test. Die Tabelle zeigt, was jede Annahme bedeutet:

Zusätzliche Brand-Klicks je 1.000 Impressionen (Annahme)Kosten je Brand-KlickWert bei einer BestellungWert bei zwei Bestellungen
13,27 €1,12 €2,23 €
31,09 €1,12 €2,23 €
50,65 €1,12 €2,23 €

Auf der ersten Bestellung trägt sich die Reichweite erst ab rund 3 zusätzlichen Brand-Klicks je 1.000 Impressionen. Kauft jede Kundin zweimal, reicht die Hälfte. Klickt die Person auf deine Brand-Anzeige statt auf das organische Ergebnis, kommt deren Klickpreis noch dazu. Deinen Spielraum je Bestellung zeigt der Rechner zum Break-even-ROAS.

Wie du Markenaufbau testest, statt ihn zu glauben

Du testest Markenaufbau, indem du Reichweite in einem Teil deiner Regionen schaltest und die Brand-Suchen dort mit den übrigen Regionen vergleichst. Steigen sie nur dort, wo die Kampagne läuft, hast du deinen Wert je 1.000 Impressionen.

  1. 01

    Baseline

    Brand-Suchanfragen je Region aus Search Console und Brand-Kampagne für die letzten acht Wochen.

  2. 02

    Regionen teilen

    Wähle vergleichbare Regionen, etwa nach Einwohnern und bisherigem Umsatz. In der einen Hälfte läuft die Reichweitenkampagne, in der anderen nicht.

  3. 03

    Laufzeit

    Vier bis acht Wochen mit festem Budget, ohne andere große Änderungen in derselben Zeit.

  4. 04

    Auswerten

    Zusätzliche Brand-Suchen und Bestellungen im Shop-Backend je Region gegen die Kosten. Daraus ergibt sich dein echter Wert für die Tabelle oben.

Wie Reichweite über Instagram und Facebook dazu passt, beschreibt der Ratgeber Meta Ads für Onlineshops. Die Google-Seite mit getrennter Brand-Messung bauen wir als Google Ads Agentur auf.

Häufige Fragen zum Brand Building

Was ist Brand Building?

Der Aufbau einer Marke, die Menschen kennen, mit einem klaren Nutzen verbinden und direkt ansteuern. Für einen Onlineshop zeigt sich das an Brand-Suchen, Umsatz über den Markennamen und Wiederkäufen.

Wie baue ich eine eigene Marke auf?

Mit einer klaren Positionierung, einem geschützten Namen, einem wiedererkennbaren Produkt, Inhalten vor der Suche und einem Wiederkaufprozess. Miss den Fortschritt jeden Monat an Brand-Suchanfragen und Wiederkaufrate.

Wie messe ich Markenbekanntheit?

Über die Zahl der Suchanfragen nach deinem Namen in der Google Search Console und in der Brand-Kampagne, dazu den Umsatzanteil über den Markennamen. Ob eine Kampagne die Bekanntheit steigert, zeigt ein Test mit geteilten Regionen.

Wie viel Umsatz kommt über den Markennamen?

In der Harucon-Auswertung von 41 Audits kamen in 8 Audits mit bezifferten Werten 58 bis 94 % des gemessenen Umsatzes über den eigenen Markennamen, in der Mitte 82 bis 85 %.

Was ist ein zusätzlicher Brand-Klick wert?

Conversion-Rate mal Deckungsbeitrag je Bestellung. Im Beispiel sind das 6,49 % mal 17,20 €, also 1,12 € auf der ersten Bestellung und 2,23 €, wenn die Kundin zweimal kauft.

Was ist der Unterschied zwischen Branding und Brand Building?

Branding meint meist das Erscheinungsbild: Name, Logo, Farben, Verpackung. Brand Building umfasst zusätzlich Reichweite, Wiederkauf und die Messung, ob die Marke wächst.

Wie viel Umsatz trägt deine Marke schon?

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