Wie funktionieren Sponsored Products?
Sponsored Products bewerben einzelne Produkte in der Amazon-Suche und auf Produktdetailseiten, und du zahlst nur, wenn jemand klickt. Dein Gebot ist der Höchstbetrag, den du pro Klick zahlen willst.
| Baustein | Was Amazon Ads dazu sagt (Stand 28.10.2026) |
|---|---|
| Abrechnung | Kosten pro Klick, keine monatlichen Gebühren oder Vorabkosten für die Werbung |
| Platzierung | am Anfang, neben oder in den Suchergebnissen und auf Produktdetailseiten; dazu Websites von Amazon und Dritten |
| Targeting | Keywords selbst wählen oder automatisch von Amazon wählen lassen, dazu Produkt-Targeting |
| Budget | Tagesbudget, das sich bei hoher Nachfrage in wenigen Minuten erschöpfen kann; die Gesamtkosten überschreiten nie das Laufzeitbudget |
| Voraussetzungen | Verkäufertarif Professionell oder Anbieter (Vendor), berechtigte Kategorie, qualifiziert für das hervorgehobene Angebot |
| Ausgeschlossen | Produkte für Erwachsene, gebrauchte und instandgesetzte Produkte, restriktive Kategorien |
Die Anzeige läuft nur, solange das Produkt vorrätig ist. Läuft dein Bestand leer, stoppt auch die Werbung. Plan Budget und Nachschub deshalb gemeinsam.
Was kostet Werbung auf Amazon?
Werbung auf Amazon kostet die Klicks, die du bezahlst, dazu kommen die Gebühren fürs Verkaufen auf Amazon. Auf der Preisseite von Amazon (Stand 28.10.2026) gilt:
- Tarif Professionell: 39 € pro Monat ohne USt., unabhängig von der Stückzahl. Diesen Tarif brauchst du für Sponsored Products.
- Tarif Einzelanbieter: 0,99 € ohne USt. je verkauftem Artikel, gedacht für weniger als 40 Artikel im Monat.
- Verkaufsgebühr: ein Prozentsatz des Verkaufspreises, in den meisten Kategorien 8 bis 15 %, meist mit mindestens 0,30 € je Artikel.
| Kategorie | Verkaufsgebühr laut Amazon |
|---|---|
| Computer, Unterhaltungselektronik | 7 % |
| Haushaltsprodukte | 8 % bis 20 €, 15 % über 20 € |
| Lebensmittel und Gourmet | 5 % bis 10 €, 15 % über 10 € |
| Kleidung und Accessoires | 5 % bis 15 €, 10 % von 15 bis 20 €, 15 % über 20 € |
| Bürobedarf, Schuhe, Spielzeug und Spiele | 15 % |
| alles andere | 15 % |
Im Vergleich mit dem eigenen Shop fehlt die Verkaufsgebühr schnell in der Rechnung. Sie fällt bei jeder Bestellung an, auch bei der, die über eine Anzeige kam. Ob Amazon sie auf den Preis mit oder ohne Steuer rechnet, formuliert die Preisseite an zwei Stellen unterschiedlich. Das Beispiel unten rechnet vorsichtig mit dem Bruttopreis.
Welcher ACOS ist profitabel?
Profitabel ist ein ACOS, der unter deiner Gewinnspanne nach allen Amazon-Gebühren liegt. ACOS (Advertising Cost of Sales) teilt die Werbekosten durch den Werbeumsatz und ist der Kehrwert des ROAS.
| eigener Shop | Amazon | |
|---|---|---|
| Verkaufspreis brutto | 59,50 € | 59,50 € |
| Deckungsbeitrag vor Werbung | 20,00 € | 12,57 € |
| Break-even-ACOS auf Bruttoumsatz | 33,61 % | 21,13 % |
| Break-even-ACOS auf Nettoumsatz | 40,00 % | 25,14 % |
| Break-even als ROAS (brutto) | 2,98 | 4,73 |
Dasselbe Produkt verträgt auf Amazon also deutlich weniger Werbekosten als im eigenen Shop, weil die Verkaufsgebühr einen Teil des Deckungsbeitrags vorab nimmt. Im eigenen Shop sind die 20 € aus 50 € netto und 60 % variablen Kosten gerechnet, die Zahlungsgebühr steckt darin. Leg ACOS und Marge immer auf dieselbe Basis: Zeigt dein Werbebericht Bruttoumsätze, vergleich mit der Brutto-Spalte.
Die 39 € Monatsgebühr deckst du mit rund drei Bestellungen ohne Werbekosten. Wie Retouren und MwSt. den Break-even im eigenen Shop verschieben, rechnet der Break-even-ROAS-Rechner mit deinen Zahlen durch.
Wie misst du, was Google Ads auf Amazon bewirkt?
Mit Amazon Attribution misst du, wie Kanäle außerhalb von Amazon zu Käufen auf Amazon beitragen, auch Google-Suchkampagnen. Laut Amazon Ads ist das Werkzeug kostenlos.
- Wer es nutzen kann: Verkäufer im Tarif Professionell, die in der Amazon Brand Registry angemeldet sind, Anbieter, KDP-Autoren und Agenturen mit Amazon-Kunden. Du musst gesponserte Anzeigen nutzen.
- Was es misst: Klicks, Detailseitenaufrufe, Warenkörbe, Käufe, verkaufte Einheiten, Umsatz und Marken-Neukunden.
- Zeitraum: Amazon ordnet Käufe in einem Fenster von 14 Tagen zu.
Amazon-Bestellungen verwaltest du in Seller Central. Prüf, ob deine Shop-Anbindung sie ins Shop-Backend überträgt, sonst zählst du sie getrennt. Für die Gesamtsicht legst du beide Quellen nebeneinander: Umsatz im Shop plus Umsatz auf Amazon, geteilt durch alle Werbekosten. Wie du Werbung im eigenen Shop sauber zuordnest, steht im Ratgeber zum Google Ads Conversion Tracking.
Konkurrieren Amazon und Google Ads um dieselben Käufer?
Ja, bei Suchen nach deinem Markennamen konkurrieren beide Kanäle oft um dieselben Käufer. Wer deine Marke kennt, kauft entweder im Shop oder auf Amazon, und beide Werbekonten zählen den Kauf als Erfolg.
Der Brand-Anteil ist dabei der größte Posten. In der Harucon-Auswertung von 41 Audits (Audits der letzten Jahre bis 2026) trug Brand-Traffic in mindestens 34 von 41 Google-Ads-Konten den Großteil des gemessenen Umsatzes, in 8 Audits mit bezifferten Werten waren es 58 bis 94 %.
- Rechne für jedes Produkt aus, wo dir eine Bestellung mehr Deckungsbeitrag lässt. Im Beispiel oben sind es 20,00 € im Shop gegen 12,57 € auf Amazon.
- Leite Google-Traffic für Produkte mit besserer Shop-Marge in den eigenen Shop, dort gewinnst du auch die Kundendaten für E-Mail.
- Bewerte Brand-Kampagnen auf Amazon getrennt, damit sie den ACOS deiner Non-Brand-Kampagnen nicht schönrechnen.
Ein Kauf im eigenen Shop bringt dir außerdem die E-Mail-Adresse und damit den zweiten Kauf. Was ein Kunde über mehrere Bestellungen wert ist, zeigt der Customer-Lifetime-Value-Rechner.
Wann kommt Amazon für eine junge Brand an die Reihe?
Amazon kommt auf Stufe 4, wenn dein Produkt auf Amazon gesucht wird und deine Marge die Verkaufsgebühr plus Werbung trägt.
| Stufe | Kanal | Aufgabe | Startbedingung |
|---|---|---|---|
| 1 | Google Search und Shopping | vorhandene Nachfrage abholen | Kauf-Tracking läuft, Break-even-ROAS ist bekannt |
| 2 | E-Mail-Flows | Erstkäufer zu Wiederkäufern machen | Bestellungen gehen ein |
| 3 | ein Reichweitenkanal: Meta, TikTok oder YouTube | neue Nachfrage erzeugen | Stufe 1 trägt sich, Creatives für mehrere Varianten liegen vor |
| 4 | Microsoft Ads und Amazon | zusätzliche Suchnachfrage, Marktplatz | Google Search läuft profitabel, das Produkt wird auf Amazon gesucht |
Für Microsoft gilt eine ähnliche Logik, dort überträgst du aber dein Google-Konto per Import, mehr dazu auf der Seite zu Microsoft Ads. Erzeugst du gerade erst Nachfrage, ist Instagram- und Facebook-Werbung die frühere Stufe.
Harucon betreut keine Amazon-Kampagnen. In der E-Commerce Beratung prüfen wir mit dir, ob Amazon bei deinen Margen in den Kanal-Mix gehört.
Häufige Fragen zu Amazon PPC
Was ist Amazon PPC?
Werbung auf Amazon mit Bezahlung pro Klick. Am verbreitetsten sind Sponsored Products, die einzelne Produkte in den Suchergebnissen und auf Produktdetailseiten zeigen.
Was kostet Werbung auf Amazon?
Die Klicks, die du per Gebot und Tagesbudget selbst steuerst. Für Sponsored Products brauchst du den Tarif Professionell für 39 € pro Monat ohne USt., dazu kommt je Verkauf die Verkaufsgebühr, meist 8 bis 15 %.
Was ist ein guter ACOS?
Laut Amazon gibt es keinen allgemein guten ACOS. Profitabel ist er, solange er unter deiner Gewinnspanne liegt. Im Beispiel mit 59,50 € Verkaufspreis und 15 % Verkaufsgebühr liegt die Grenze bei 21,13 % vom Bruttoumsatz.
Wie hängen ACOS und ROAS zusammen?
ACOS ist der Kehrwert des ROAS. 50 % ACOS entsprechen einem ROAS von 2, 25 % ACOS einem ROAS von 4.
Was ist Amazon Attribution?
Ein kostenloses Messwerkzeug von Amazon Ads. Es zeigt, wie Kanäle außerhalb von Amazon, etwa Google-Suchkampagnen, zu Käufen auf Amazon beitragen, mit einem Zuordnungsfenster von 14 Tagen.
Bietet Harucon Amazon PPC an?
Nein, Harucon arbeitet mit Google Ads, Shopping und Retention. Im Erstgespräch prüfen wir mit dir, ob Amazon für deinen Shop der richtige nächste Kanal ist.
Gehört Amazon in deinen Kanal-Mix?
Kanal-Check im Erstgespräch: Wir prüfen mit dir, welcher Kanal für deinen Shop zuerst Sinn ergibt. Tobias legt mit dir Shop-Marge und Amazon-Marge nebeneinander. 5 kurze Fragen, dann direkt zum Termin.
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