Google Shopping mit Shopware 6: Produktvergleich, Template, Feed-URL

Google Shopping richtest du in Shopware 6 über einen Verkaufskanal vom Typ Produktvergleich mit der Vorlage Google Shopping (XML) ein. Shopware erzeugt daraus eine Feed-Datei mit eigener URL, die du im Merchant Center als Produktquelle einträgst. Welche Artikel im Feed landen, steuert die Dynamische Produktgruppe, die Preise kommen aus der gewählten Kundengruppe. Damit der Feed aktuell bleibt, muss der Scheduler auf dem Server laufen.

Welche Wege Shopware 6 für Google Shopping bietet

Shopware 6 bringt den Verkaufskanal Produktvergleich mit fertiger Google-Vorlage mit, dazu kommen die Erweiterung Social Shopping und Plugins aus dem Shopware Store. Alle drei erzeugen eine Feed-Datei, die das Merchant Center abruft. Eine direkte API-Verbindung wie bei manchen anderen Shopsystemen beschreibt die Shopware-Dokumentation nicht.

WegWas du bekommstPasst für
Produktvergleich mit Vorlage Google Shopping (XML)XML-Feed mit Twig-Template, das du frei anpasstdie meisten Shops, wenn jemand Twig lesen kann
Social Shopping (laut Dokumentation ab dem Rise-Plan)eigener Google-Verkaufskanal mit Statistik und Liste der nicht veröffentlichten Produkte samt FehlernShops, die Fehler je Artikel direkt in Shopware sehen wollen
Plugin aus dem Shopware Storeeigene Oberfläche für Attribute und RegelnTeams ohne Twig-Kenntnisse, viele Länder

Die folgenden Schritte beziehen sich auf den Produktvergleich. Er braucht keine Erweiterung, und die Vorlage für Google ist schon angelegt.

So legst du den Google-Feed in Shopware an

Du legst einen neuen Verkaufskanal vom Typ Produktvergleich an und gehst die Felder von oben nach unten durch. Die Bezeichnungen folgen der deutschen Shopware-Dokumentation:

  1. 01

    Verkaufskanal anlegen

    Neuen Verkaufskanal hinzufügen, Typ Produktvergleich wählen, Namen vergeben und die Vorlage Google Shopping (XML) auswählen.

  2. 02

    Storefront-Verkaufskanal festlegen

    Verkaufskanal, Storefront-Domain, Währung, Sprache und Kundengruppe wählen. Die Kundengruppe bestimmt, welche Preise im Feed stehen.

  3. 03

    Produktexport einstellen

    Dateiname vergeben, Encoding UTF-8, Dateiformat XML. Bei „Varianten exportieren?“ entscheidest du, ob jede Variante ein eigener Artikel wird. Dazu Generierungsintervall setzen und „Durch Scheduler generieren“ aktivieren.

  4. 04

    Dynamische Produktgruppe wählen

    Sie legt fest, welche Artikel im Feed landen. Leg dafür eine eigene Gruppe an, statt das ganze Sortiment zu exportieren.

  5. 05

    API-Zugang erzeugen

    Im Bereich API-Zugang die API-Zugangs-ID erzeugen. Dort steht danach die Export-URL deines Feeds.

  6. 06

    Template testen

    Erst die unveränderte Vorlage mit „Template testen“ prüfen und mit „Vorschau generieren“ ansehen, dann Schritt für Schritt anpassen.

  7. 07

    Feed im Merchant Center eintragen

    Im Merchant Center unter Einstellungen, Datenquellen auf „Produktquelle hinzufügen“, dann „Produkte aus einer Datei hinzufügen“ und „Link zu Ihrer Datei eingeben“. Die Export-URL einfügen. Standardmäßig ruft Google die Datei alle 24 Stunden ab.

Leg den Abruf im Merchant Center zeitlich hinter die Generierung in Shopware. Sonst liest Google eine Datei vom Vortag mit alten Preisen. Wie Merchant Center und Google Ads danach zusammenhängen, steht in der Anleitung Google Shopping einrichten.

Was du im Google-Template anpassen musst

Die Vorlage ist ein Startpunkt: Für Margenklassen, Feed-Label und saubere Kategorien ergänzt du das Template um eigene Felder. Es besteht aus Kopfzeile, Produktzeile und Fußzeile, die Produktzeile läuft für jeden Artikel einmal durch.

Google-AttributTwig-Variable in ShopwareHinweis
idproduct.productNumberbleibt dauerhaft gleich, sonst verliert der Artikel seine Historie in Google Ads
image_linkproduct.cover.media.urlmit if-Abfrage absichern, ohne Cover-Bild kann der Export abbrechen
product_typeproduct.categories.first.getBreadCrumbmit if-Abfrage absichern, Artikel ohne gültige Kategorie brechen das Rendern
custom_label_0 bis custom_label_4product.translated.customFields.<name>Margenklasse als Zusatzfeld am Produkt pflegen und hier ausgeben
feed_labelproductExport.feedLabellaut Dokumentation ab Shopware 6.7.12.0

Halte die Berechnungen im Template klein. Laut Shopware-Dokumentation wird die Generierung massiv langsamer, je mehr im Feed gerechnet wird. Bindestriche in den Tags, also {%- und -%}, entfernen überflüssige Leerzeichen aus der Datei.

Typische Fehler mit Shopware im Merchant Center

Bei Shopware entstehen die meisten Fehler im Template und im Scheduler, also bevor Google den Feed überhaupt sieht. Die Tabelle sammelt Fälle aus der Shopware-Dokumentation und aus unserer Praxis:

FehlerbildUrsache bei ShopwareLösung
Export bricht abArtikel in der Dynamischen Produktgruppe haben kein Cover-Bildproduct.cover.media.url per if-Abfrage absichern oder Artikel ohne Bild aus der Gruppe filtern
Twig-Fehler beim RendernArtikel ohne gültige Kategorie, Zugriff auf eine leere VariableBreadcrumb vorher per if-Abfrage prüfen
Preise im Merchant Center veraltet, Produkte abgelehntbin/console scheduled-task:run läuft nicht, der Feed wird nicht neu erzeugtScheduler per Cronjob oder Worker dauerhaft laufen lassen
Feed lädt bei großem Sortiment nichtGenerierung beim Abruf dauert zu langeüber den Scheduler vorab erzeugen statt beim Aufruf
Export-URL zeigt im Browser einen FehlerProblem in der Dynamischen ProduktgruppeGruppe prüfen, wie es die Dokumentation empfiehlt
Preis ohne MwSt.die gewählte Kundengruppe zeigt Nettopreise, für Deutschland verlangt Google den Preis inklusive MwSt.Kundengruppe mit Bruttopreisen wählen

Exportierst du Varianten einzeln, prüf, ob jede Variante eigene Werte für Farbe oder Größe mitbringt. Sonst sieht Google mehrere identische Artikel mit gleichem Titel.

Welche Produkte in den Feed gehören

In den Feed gehören die Produkte, die über Google Gewinn bringen können, und das ist oft ein kleiner Teil des Sortiments. In der Harucon-Auswertung von 41 Google-Ads-Audits (Audits der letzten Jahre bis 2026) erzielten in 3 Audits mit bezifferten Werten 90 bis 98 % der Produkte nie einen profitablen Verkauf über Google Ads. Ein Konto steckte 87 % des Budgets in Produkte ohne einzige profitable Conversion.

Shopping bringt dabei im Schnitt weniger Rendite als Search. In der Harucon-Auswertung von 38 Google-Ads-Konten (Mai bis Mitte August 2026, betreut oder im Audit, mindestens 1.000 € Spend und Conversions) liegt der Median-ROAS von Shopping und Performance Max deutlich unter Search. Search enthält dabei die Brand-Kampagnen:

ROAS je Kampagnentyp in Prozent, Median mit mittlerer HälfteSearch (inkl. Brand)n = 36430,0 %Performance Maxn = 31230,0 %Shoppingn = 19230,0 %Balken = Median, Linie = mittlere Hälfte der Konten (P25 bis P75)
Harucon-Auswertung von 38 Google-Ads-Konten (betreut oder im Audit), Mai bis Mitte August 2026. ROAS in Prozent (230 % = ROAS 2,3). Nur Kampagnentypen mit mindestens 500 € Spend je Konto. Search enthält Brand-Kampagnen.
KampagnentypKonten (n)Median-ROASP25 bis P75
Search (inkl. Brand)364,302,39 bis 8,44
Performance Max312,301,71 bis 3,82
Shopping192,301,29 bis 3,35

Ein Shopping-ROAS von 2,3 trägt sich erst ab rund 43 % Deckungsbeitrag, bezogen auf den Netto-Umsatz nach Retouren. Welcher Wert für deine Marge reicht, zeigt der Break-even-ROAS-Rechner. In Shopware pflegst du dafür die Margenklasse als Zusatzfeld und gibst sie als custom_label_0 aus. In Google Ads bekommt jede Klasse ihre eigene Kampagne mit eigenem Ziel.

Welche Produkte heute schon Geld verbrennen, findet das kostenlose Script unten. Es listet Shopping- und PMax-Produkte mit Spend ohne Umsatz oder mit zu niedrigem ROAS in einem Google Sheet.

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Nur lesend, das Script ändert nichts in deinem Konto. Datenschutz

Prüfliste für deinen Shopware-Feed

Dein Shopware-Feed ist startklar, wenn der Scheduler dauerhaft läuft, die Kundengruppe Bruttopreise liefert und „Template testen“ keinen Fehler mehr meldet. Die übrigen Punkte:

  • „Template testen“ ohne Fehler, Vorschau mit Bild, Preis und Verfügbarkeit je Artikel
  • Scheduler läuft dauerhaft, die Feed-Datei trägt das heutige Datum
  • Abruf im Merchant Center zeitlich nach der Generierung in Shopware
  • Kundengruppe des Verkaufskanals liefert Bruttopreise wie im Checkout
  • Dynamische Produktgruppe ohne Artikel ohne Bild, ohne Kategorie oder ohne Lagerbestand
  • Margenklasse als Zusatzfeld gepflegt und als custom_label_0 im Template ausgegeben
  • Bei mehreren Ländern je Land ein eigener Produktvergleich mit passender Währung, Sprache und Feed-Label
  • Versandkosten für Deutschland im Merchant Center gleich dem Checkout

Wägst du noch ab, ob Shopware das richtige System ist, hilft der Vergleich Shopware vs Shopify. Für JTL-Shops gibt es eine eigene Anleitung zu Google Shopping mit JTL, für WordPress die zu Google Shopping mit WooCommerce.

Soll jemand Template, Margenklassen und Kampagnen gemeinsam aufsetzen, ist das der Kern unserer Produktfeed-Optimierung. Die Kampagnen dazu betreuen wir als Google Shopping Agentur und messen den Umsatz im Shop-Backend.

Häufige Fragen zu Google Shopping mit Shopware

Wie verbinde ich Shopware 6 mit Google Shopping?

Leg einen Verkaufskanal vom Typ Produktvergleich mit der Vorlage Google Shopping (XML) an, erzeuge unter API-Zugang die Export-URL und trag sie im Merchant Center als Produktquelle aus einer Datei ein.

Brauche ich für Google Shopping ein Shopware-Plugin?

Nein. Der Produktvergleich mit Google-Vorlage ist in Shopware 6 enthalten. Plugins oder die Erweiterung Social Shopping lohnen sich, wenn du Fehler je Artikel in Shopware sehen oder ohne Twig arbeiten willst.

Warum bricht mein Google-Shopping-Export in Shopware ab?

Häufig haben Artikel kein Cover-Bild oder keine gültige Kategorie. Sichere beide Variablen im Template mit einer if-Abfrage ab oder filtere die Artikel aus der Dynamischen Produktgruppe.

Warum aktualisiert sich mein Shopware-Feed nicht?

Der Feed wird über den Scheduler neu erzeugt. Läuft bin/console scheduled-task:run nicht dauerhaft, bleibt die Datei alt, und Google lehnt Produkte mit abweichenden Preisen ab.

Exportiert Shopware Preise mit oder ohne MwSt.?

Das hängt von der Kundengruppe ab, die du im Produktvergleich wählst. Für Deutschland verlangt Google Preise inklusive MwSt., so wie an der Kasse.

Wie setze ich custom_label in Shopware?

Leg ein Zusatzfeld am Produkt an, etwa für die Margenklasse, und gib es im Template über product.translated.customFields mit dem Namen des Felds als custom_label_0 aus.

Läuft dein Shopware-Feed nach Marge?

Im Erstgespräch geht Tobias mit dir Produktvergleich, Twig-Template und Dynamische Produktgruppe durch und zeigt dir, wie Margenklassen in deinen Shopware-Feed kommen. Das Feed-Setup ist dabei ein festes Thema. 5 kurze Fragen, dann direkt zum Termin.

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